Dänemark und die Dänen
 
Die Dänen, die glücklichsten Menschen der Welt
Die Zehn besten Dänen der Welt
Die süßesten Dänen
 
Ihr Glücklichen!
Die Dänen machen gutes Design und benutzen lustige Wörter. Dass sie laut Statistik auch noch das glücklichste Volk der Welt sind, ist ein Grund mehr, sich ein paar Gedanken über Dänemark zu machen.

Am Wetter kann es nun wirklich nicht liegen, dass wir jeden Sommer in unserm Nachbarland alle Ferienhäuser besetzen und literweise Trinkjoguhrt namens "Ymer" mit nach Hause schleppen, ganz so, als könnte man die dänische Beschaulichkeit im heimischen Kühlschrank konservieren. "Hyggelig" -gemütlich- ist es bei unseren Nachbarn, und sooo hübsch! Irgendwie passt in Dänemark immer alles zusammen: die kleinen bunten Häuser zur hügeligen Landschaft genauso wie die Sprossenfenster zu dem behaglichen Kerzenschein dahinter.

Aber der skandinavische Sinn für Ästhetik kann natürlich nicht allein der Schlüssel zur Glücks-Goldmedaille sein. Oberflächlich sind die Dänen nicht. Sie grübeln nur nicht so viel. Dazu haben sie auch überhaupt keine Zeit. Denn die Dänen haben nicht nur deutlich mehr Kinder als wir (eine Dänin im Durchschnitt 1,75, wir dagegen nur 1,35), sie haben dank einer harten Arbeitsmarktreform auch fast alle einen Job. Hier liegt für viele Experten der entscheidende Punkt. Aber selbst wenn wir Deutschen jetzt Hartz IV freudig begrüßen würden, mehr Kinder machen und uns ab sofort alle duzen, werden wir wohl nicht so lykkelig wie unsere Nachbarn sein. Ihr Glück liegt nämlich auch an der inneren Einstellung: 67% der Dänen geben zum Beispiel an, dass sie den allermeisten Menschen vertrauen können, in Deutschland glauben das nur 35%. Können wir das je aufholen? Vermutlich nicht. Was man da machen kann? Ganz viel Urlaub. Im Land des Glücks.
(Anne Petersen, Brigitte 7/2005)

Nah am Wasser gebaut: die Kopenhagener Kneipenmeile Nyhavn


God kvalitet: Uhr aus dem dänischen Traditionshaus Georg Jensen


Ægget: das "Ei" von Arne Jacobsen, ab 3613 Euro, Fritz Hansen


Sødt: Die Dänen lieben Zuckerstangen und bunte Bonbons.



"Vidunderlig" sagen die Dänen, wenn sie etwas superschön finden.
Wie diesen Armreif von Pilgrim.



Det er lækkert: aufwändig bestickte Taschen der in Hamburg lebenden dänischen Designerin Hanne Sund



Aftenkaffe: Isolierkanne von Erik Magnussen



"Oplyst" heißt "erleuchtet":
Verner Pantons "Fun Lamp" von 1964 ist endlich wieder zu haben.

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Die Zehn besten Dänen der Welt



1. Königin Margrethe

weil sie ein bisschen ist wie wir: steht ganz normal im Telefonbuch (auf Seite 44), hat keine Gardinen in der Küche ihres Palastes und eine Schwäche für griechische Zigaretten, von denen sie täglich 60 Stück pafft


2. Paprika Steen,

weil sie nicht nur die beste dänische Schauspielerin ist - sie hat auch die Popularität eines Gemüses gesteigert: Mittlerweile gibt es auch noch 17 weitere dänische Mädels, die so heißen wie jene Gewürzpeperoni und zwar ganz offiziell.



3. Die dänische Fußballnationalmannschaft,

weil sie besser spielt als die meisten anderen - und dabei so gut aussieht wie sonst keine.



4. Niels Bohr,

weil er nicht nur den Nobelpreis 1922 ins kleine Dänemark holte - der Quantenphysiker war auch ein brauchbarer Agent: Unter dem Decknamen Nicholas Baker wurde er Anfang der 40er Jahre in die USA geschleust, um beim geheimen Manhattan-Projekt die Atombombe zu entwickeln. Die er, guter Mann, später verhindern wollte.



5. Ove Sprogøe,

weil er 14 Pläne hatte und niemals aufgab. Denn er spielte 14-mal den Kleinkriminellen Egon, den Anführer der legendären Olsen-Bande. Ständig landete er im Knast, weil irgendetwas schief ging. Trotzdem verkündetet er unverdrossen immer wieder: "Ich habe einen Plan". In Kopenhagen ist die Straße vor dem Gefängnis nach ihm benannt worden.



6. Arne Jacobsen,

weil der Design- und Architekturpapst es als erster Däne ins All schaffte: In Stanley Kubricks "2001: Odyssee im Weltraum" essen die Astronauten mit Jacobsen-Gabeln.



7. Lars von Trier,

weil der dänische Ausnahme-Regisseur ("Breaking the Waves", "Dancer in the Dark", "Dogville") zeigt, dass was aus einem werden kann, wenn man aus einer kommunistischen Nudistenfamilie kommt.



8. Hans Christian Andersen,

weil er Pelè, Nina Hagen oder John Neumeier unter einen Hut bekommt: Alle drei waren am 2. April zum 200. Geburtstag des Märchendichters Botschafter.



9. Helena Christensen,

weil das Supermodel extrem gelassen damit umgeht, dass sie angeblich eine hirnlose Langweilerin sein soll. Weit gefehlt übrigens: Die Schöne spricht sechs Sprachen und hat gerade ihre erste eigene Foto-Ausstellung eröffnet.



10. Peter Høeg,

weil uns noch niemand so gut Grönland und den Schnee erklärt hat wie der Schriftsteller durch seine Romanfigur Smilla.

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Die süßesten Dänen


Bei uns heißen sie "Kopenhagener" - in Dänemark "Wiener Brød". Und die macht man so: 6 Scheiben Blätterteig (12x12) cm) auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Blätterteig in der Mitte mit jeweils 1 EL Marmelade füllen. Jedes Quadrat von den 4 Ecken zur Mitte etwa 5 cm tief einschneiden. Jede 2. Teigecke zur Mitte falten und über der Füllung leicht zusammendrücken. Im vorgeheizten Backofen bei 220 Grad, Umluft 200 Grad, Gas Stufe 5 etwa 15 Minuten goldgelb backen. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. 6 EL gesiebten Puderzucker und 2 EL Wasser oder Zitronensaft zu einem dünnen Guss verrühren und die Kopenhagener damit bestreichen.

"Fra den Gamle Fabrik", zu Deutsch: "Alte Manufaktur", ist ein Fruchtaufstrich, der ohne Kochen zubereitet wird und ganz frisch schmeckt; ca. 2 Euro in gut sortierten Supermärkten.

 

 

God Appetit!

Als Smørrebrød wird in Dänemark ein fantasievoll und abwechslungsreich belegtes Butterbrot bezeichnet. Das Smørrebrod wird meist in speziellen Restaurants oder Imbissen angeboten. Ein sehr bekanntes Smørrebrød-Restaurant ist das von Ida Davidsen in Kopenhagen. Das Restaurant wird bereits in fünfter Generation geführt und bietet eine Auswahl von 250 unterschiedlich belegten Broten an. "Restaurant Ida Davidsen", Store Kongensgade 70, 1264 Kopenhagen, www.idadavidsen.dk

(Text aus dem "Brigitte"-Magazin, Ausgabe 7/2005)

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